Dr. Jekyll und Mr. Hyde? Nö, mitten in Wechseljahren!

| Keine Kommentare

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: niezualt!
Falls dies dein erster Besuch auf meinem Blog ist, lies bitte unbedingt zuerst hier weiter. Damit du weißt, wer ich überhaupt bin und warum dieser Blog entstand. Falls dir mein Blog gefällt und du weiter liest, dann  beachte unbedingt diese Seite.

„Die Wechseljahre sind der Beginn einer neuen Periode im Leben einer Frau“
Gefunden auf FitForMe

Grasser Text, oder? Der Beginn einer neuen Periode! Ha, ich wäre froh wenn die „Alte“ endlich aufhört. :mrgreen:  Ich brauch keine Neue. Nein, Witzchen beiseite.
Zurzeit fühle ich mich schlimmer als in der Pupertät. Obwohl ich glaube, dass das eigentlich das Gleiche ist. Nur eben rückwärts 🙄  All das hatten wir doch schon mal. Warum jetzt schon wieder? Ich finde es nicht fair.
Angefangen hat es bei mir schon mit 42! Hallo. Wechseljahre – Mitten in meiner Jugend. Nun, ich fühlte mich wirklich noch nicht so weit. Es begann damit, dass ich – aus dem Nichts heraus – plötzlich Schweißausbrüche bekam. Tagsüber, während der Arbeit :mrgreen: Toll! Erkläre mal deine KollegenInnen,  warum du dir, mitten im Winter, den Pullover vom Leib reißt und nur noch im Träger-T-Shirt rumrennst. Und das nur für ca. sieben Minuten. Dann hast du wieder den Pullover plus eine Jacke an.
Ist ja so kalt hier  – im Büro 😯  Das geht dann stundenlang. Ok, irgendwann habe ich mich geoutet. Mittlerweile zwinkern sie mir nur zu 😉 Peinlichkeit – vorüber. Alle wissen bescheid.

Hitzewallungen sind die verbreitetsten Beschwerden in den Wechseljahren. Toll, wirklich toll. Man – Sorry – Frau, gönnt sich ja sonst nichts. Ehrlich, ich kann dir eines sagen: Ich hab` die Schnauze voll. Jede Nacht dasselbe : schwitzen, aufwachen, schwitzen, aufwachen, schwitzen, aufwachen, schwitzen, aufwachen……. Auf der Suche nach den Ursachen habe ich folgende Infos gefunden:
Eigentlich ist alles nur eine Störung der Neurotransmitter durch den Hormonabfall. (Doch so einfach).
Deshalb haben wir vasomotorische Störungen, also die kleinen Gefässe machen auf und wir bekommen eine Hitzewallung, weil der Körper denkt, wir sind überhitzt. Nun, dass ist ja nur ein Problem. Dazu kommen ja noch die Schlafstörungen.

Wie bitte kann man den gut schlafen, wenn einem das Bett vorkommt, wie ein See? Anstatt zu schlafen, liege ich nachts hellwach im Bett und wende meine Zudecke. In der irrigen Hoffnung, dass es kalt wird. Manche Nächte sind einzige Katastrophen. Erst kann ich nicht einschlafen, dann wache ich mehrfach auf und wälze mich hin und her und komme aus dem Grübeln überhaupt nicht mehr raus. Nassen Schlafanzug aus, trockenen an. An manchen Nächten habe bis zu drei Schlafanzüge durch. Am nächsten Tag fühle ich mich nur noch erschöpft.

Gut aber die anderen Symptome wie: Müdigkeit, Herzklopfen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Innere Unruhe und Depressionen können dir das Leben ganz schön vermissen. Na ja. Und deinem Partner (Partnerin), Freunden und auch Arbeitskollegen(Innen). Hey, ich bin in dieser Zeit, so ziemlich das streitbarste Wesen, das dir je untergekommen ist. Und ich hab das Gefühl, dass ich Züge von Dr. Jekyll und Mr. Hyde habe. Und das fällt auch allen auf. Von der ungewollten Gewichtszunahme möchte ich erst gar nicht anfangen. 😥

Drei Jahre, nach Beginn der Wechseljahre, begann mit einer Hormonersatztherapie (HET). Du bist nie zu alt, um dir helfen zu lassen. Egal was andere dazu sagen! Wenn es nicht anders geht, geht es eben nicht anders. Ich hatte lange Gespräche mit meiner Ärztin und auch meiner Familie geführt. Aber die Symthome waren wirklich nicht mehr zum Aushalten. Ich konnte es mir schlichtweg nicht leisten, im Beruf ständig „mies drauf zu sein“ und zu schwitzen, wie eine „Wutz“.
Ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, die du mit allen Menschen bekommst. Die wissen ja erst einmal nicht, dass du dich „im Wechsel“ befindest. Die halten die nur für komplett durchgeknallt 😈 Diese HET habe ich nach zwei Jahren wieder beendet, da ich mich besser fühlte. Auch die Zeit danach, kam ich gut ohne Medikamente zurecht.
Mittlerweile bin ich seit über zehn Jahren im Klimakterium. Ich hoffe sehr, dass es bald vorüber ist, aber tatsächlich dauert es schon ziemlich lange mit der letzten Regelblutung. Zwischendurch hatte ich ca. acht Monate meine Ruhe. Doch vor Kurzem fing das Ganze von vorne an.

Nachdem ich kurz davor war, komplett auszurasten, ging ich zu meinem Hausarzt. Der erst einmal grinste. Na, vielleicht kam es mir auch nur so vor 😕 Nichstdestotrotz nahm er mich ernst.
So: „Du bist jedoch nie zu alt, um etwas dagegen zu tun“, dachte ich mir und kaufte ein Mittel. Ich habe ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass das hilft. Doch wurde ich eines Besseren belehrt. Zum Glück. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, es sei alles wieder in Ordnung. Jedoch habe ich weniger Hitzewallungen in der Nacht. Und die Anzahl der Schweißausbrüche hat sich erheblich reduziert. Und die Hitzewallungen am Tag sind fast weg.
Was sich natürlich auch verbessert – zwangsläufig – sind die Schlafstörungen. Wer nicht ständig „dampft“, kann besser durchschlafen 😉 Die anderen Symthome haben sich ebenfalls gebessert. Nein, auch die sind nicht ganz verschwunden. Nun, es besteht ja noch Hoffnung. Da muss ich jetzt wohl durch. Auf der Webseiten von DHU Klimaktoplant® N findest du wirklich sehr gute Erkläuterungen zum Thema Wechseljahre.
Hier findest du von Brigitte – Test: Sind Sie schon in den Wechseljahren. Ist echt gut. Habe ihn ausprobiert.

Die Seiten könnten die ebenfalls interessieren:
hormontherapie
der netdoktor
in menopause
Nachtschweiß – Ursachen: Hormonelle Schwankungen, Stoffwechselprobleme

Bevor ich es vergesse zu erwähnen :mrgreen: auch Männer kommen in die Wechseljahre, nennt sich dann: Klimakterium virile. Und ob du es glaubst oder nicht, die armen Kerle haben ebenfalls ihr Päckchen zu tragen.
Bernd Stelter hat mit Mittendrin-Männer in Den Wechseljahren ein recht lustiges Buch geschrieben und auch die DVD zum Liveauftritt auf den Markt gebracht.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.