Lernerfolgskontrolle (LEK) zur Trainerin C Breitensport „Fitness und Gesundheit Erwachsene“

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Man muss lernen, einen Wettkampf zu genießen.
Katarina Witt (*1965), dt. Eiskunstläuferin

Lernerfolgskontrolle und ADHS – Eine Horrorstory nimmt ihren Verlauf!
Das Dilemma liegt schon darin, dass die Antwort auf die Frage: „Was versteht man unter Lernerfolgskontrolle?“ – folgende Info kommt: Keine Bedeutung zu dem Begriff ‚Lernerfolgskontrolle‘ gefunden. Bitte überprüfen Sie die Schreibweise. 😯

Jetzt meine Frage an euch: „Kann man bei einer Lernerfolgskontrolle durchfallen“?
Ich meine: Eigentlich nicht. Sonst müsste es Prüfung heißen. Und den rechtlichen Grundlagen deren entsprechend.

Man kann aber, und das durfte ich höchstpersönlich erleben, an Prüferinnen scheitern, welche dich von vorne herein ablehnen.

Doch erst einmal zur Sache:
Wie du ja weißt, leide ich an ADHS und mittlerweile als Begleiterscheinungen unter Depressionen und Angststörungen.

Ich habe extra meinen Unterlagen den Behindertenbescheid beigefügt. Ja, in der Tat. Ich habe wegen meiner ADHS eine anerkannte Behinderung. Des Weiteren bat ich, beim letzten Training vor der Prüfung, nochmals zu vermerken, dass ich behindert bin und dass man das bitte (bei der Durchführung der Prüfung) einplanen sollte.
Bitte nicht falsch verstehen.  Es geht hier nicht um einen Behindertenbonus. Das haben Behinderte nicht nötig. Aber wir sind eben – nicht die Norm -. Und darauf sollte/müsste eine Prüferin eingehen können. Schließlich liegt hier auch ein pädagogischer Hintergrund vor. Sollte doch, oder?

Leider musste ich, anhand der Durchführung der Prüfung und der Bemerkungen der Prüferinnen erkennen, dass meine Behinderung nicht beachtet wurde. Im Gegenteil!
Oder wie interpretierst du Aussagen, welche vor allen Teilnehmer der LEK gemacht wurden, wie:  „….du bist doch die Fitness-Tante!“. Oder was ich noch abschätziger fand: „…… klar,  wenn man Bodybuilding macht, dann …..“.  Über beide Aussagen meiner Prüferinnen, war ich sehr gekränkt. Was um alles in der Welt hatte das mit meiner Prüfung – sorry –  Lernerfolgskontrolle zu tun?

Wie die LEK ablief – für mich – ein einziger Horror.

Nun wir hatten ja alle unser LEK-Thema. Hierfür mussten wir einen u. a. Stundenverlaufsplan erarbeiten.

In diesem erarbeitet du – den kompletten Inhalt – einer 60 minutigen Übungsstunde. Aus diesen 60 Min. „pickt“ sich das Prüfungsteam dann etwas heraus. Das erfährst du aber erst ca. 10 min. bevor du dran kommt. Der praktische Prüfungsteil geht dann ca. 15 bis 20 Minuten. Gleich im Anschluß geht es dann in die mündliche Prüfung. Diese dauert – in der Regel – 15 Minuten. Nicht bei mir!

Hier hatte ich schon die Ar….karte gezogen. Ich war die Erste. Also keine Chance zu schauen, was andere – wie machen.
Aber egal. Ich hatte gelernt wie ein Blöde. Und ich führe seit zwei Jahren ein Unternehmen, wobei ich Schulungen und Trainings, in den Bereichen Stressmanagement, Entspannung und Fitness, anbiete. Also bisher hatte es ja auch immer geklappt.
Warum also heute nicht.

WARUM? Weil die Prüferinnen nicht wussten, dass ich ADHS habe. Und damit nahm mein Schicksal seinen Lauf. :mrgreen:

Ich wurde – wie alle anderen später auch – in die „Geräteabstellkammer“ geführt. Auf Trainingskisten nahmen wir Platz. Zwei Prüferinnen und ich. Bereits der 1. Satz der Prüferin war ein Vorwurf. Diesen habe ich – mit Begründung – zurück gewiesen. Hat ihr nicht gefallen!
Und so ging es weiter. Da ich, meinen Ablauf des Prüfungsthema anders sah als die Prüferin, habe ich ihre Aussagen in Frage gestellt. Das hätte ich mal lassen sollen. Jetzt kam sie erst richtig in Fahrt. Und baute immer mehr Druck auf.
Je mehr Druck ich verspürte, desto mehr machte mein Gehirn „dicht“. Ich kam ins Stottern. Brauchte sehr lange, um die Antwort zu geben. Und für ADHS`ler normal – nicht auf direktem Weg -, sondern etwas „aussen herum“. 😳

Genau das, wurde mir dann auch zum Verhängnis. Nein, keine Sorge. Ich bin nicht durchgefallen. Ich habe definitiv bestanden, aber ….
Im nachfolgenden Gespräch – das noch sechs weitere Teilnehmer führen mussten – sagte die Prüferin zu mir:
„Sie könne sich nicht vorstellen, dass ich in der Lage sei, ein Training durchzuführen, weshalb sie bedenken habe, mir die Lizenz gleich zu geben“.

Ich fragte, sicherlich nicht im richtigen Tonfall, wie sie auf eine solche Annahme kommt. Nun – Achtung, haltet euch fest – weil meine Antworten nicht – wie auch der Pistole geschossen kamen!!

Hätte sie meine Behinderung gekannt und akzeptiert, so hätte sie folgendes berücksichtigen müssen:

Prüfungsangst
Typisch für ADHS ist es, dass es den Betroffenen aufgrund Störungen im Arbeitsgedächtnis ungleich schwerer fällt Informationen aus dem Kurz- in das Langzeitgedächtnis zu speichern. Noch problematischer ist aber der Abruf von Informationen unter Anspannung oder Druck (wie eben in Prüfungssituationen). Hier ist nicht eine eigentliche Angststörung vorherrschend, sondern eine „Blockade“ auf die Informationen zuzugreifen. (Kompletter Bericht es obigen Auszuges findest du bei web4health.info)

Hat sie aber nicht. Wie oben schon erwähnt.

Ich erhielt eine Auflage. Sobald ich diese erarbeitet habe, würde ich meine Lizenz erhalten. Ich sollte drei bis fünf Fragen schriftlich erarbeiten und einen Teil meines Stundenverlaufsplanes korrigieren. Ok. Ich stimmte zu. Was hätte ich sonst tun sollen.

Anstatt der drei bis fünf Fragen musste ich 30 Fragen erarbeiten. Insgesamt sieben DIN A4 Seiten!
Gut – Alles erledigt. Und zwar bereits am 16.11.2014. Trotz mehrfacher, schriftlicher Anfragen habe ich die Lizenz noch immer nicht! Und auch sonst keine Antwort!

Ich überlegte, ob ich, wegen Benachteiligung eines Behinderten, beim Deutschen Turner Bund eine Beschwerde einreichen werde. Sollte ich bis zum 15.01.2015 meine Lizenz nicht erhalten, wird sich der Vorstand – bei dem ich als Trainerin bereits arbeite – direkt mit meiner Ausbildungsstätte in Verbindung setzen.

Nachtrag Ende Februar 2015:

Also ich habe in der Tat, nachdem ich noch dreimal geschrieben. Dann endlich erhielt ich meine Lizenz.
Ganz ehrlich – Darüber gefreut habe ich mich nicht mehr. Irgendwie, hat die jetzt einen fahlen Beigeschmack.
Gut, Lizenz ist Lizenz. Und das ist das Wichtigste.

Hier findet man weitere Informationen zu dieser Erkrankung:
ADHS-Deutschland – Selbsthilfe für Menschen mit ADHS

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