ADHS und Bipolare Depression treten auch gemeinsam auf – Leider!

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Das ADHS und Bipolare Störung zusammen auftreten können, wusste ich bisher nicht. Du bist jedoch nie zu alt, das Gegenteil zu erfahren   😯  Das Schlimme daran ist, dass das erst jetzt bemerkt wurde.
Fakt ist, es ist unglaublich schwer zu erkennen, dass beide Erkrankungen zeitgleich auftreten.
Nur ein wirklich guter Arzt wird das feststellen können. Aber finde mal einen!!

Wie du weißt, falls du meinen Blog gelesen hast, „leide“ ich unter ADHS.
Als sei das nicht schon „schlimm“ genug, wurde jetzt festgestellt, dass ich bereits seit Jahren ebenfalls unter einer bipolaren Störung leide.
Und ja, beide treten gemeinsam in Aktion.

Ich ging zu meiner Ärztin, da sich meine Angstzustände im beruflichen Bereich, seit meiner, durch die Dysphonie bedingten, Versetzung, wieder verschlimmerten. Wieder? Ja, lies mal hier, dann weißt du was ich meine.

Man kann die eigenen Grenzen nur feststellen, indem man sie gelegentlich überschreitet.
Das gilt für jene, die man sich selbst setzt, ebenso wie für jene, die einem andere setzen.
(Josef Broukal)

Dieses mal, fühlte ich mich aber in der neuen Abteilung sehr wohl. Und alle Kollegen/Innen sind wunderbar. Es gibt keinen Grund sich vor ihnen zu fürchten. Trotzdem bekam ich immer mehr gesundheitliche Probleme, wenn ich zur Arbeit gehen musste.
Es fing mit massiven Schlafstörungen an. Dann bekam ich Atem- und Herzbeschwerden. Zu guter Letzt wurde ich immer trauriger.

Hinzu kam jedoch, dass ich mich trotz aller genannten Symtome immer gehetzt, ja fast getrieben fühlte. Entweder wollte mein Körper seine Ruhe – aber der Kopf schaltete nicht ab. Oder der Kopf wollte nicht mehr denken – aber ich fand körperlich keine Ruhe. Ich fühlte mich wie auf der Flucht – und dabei unendlich müde und ausgelaugt.
Ich dachte, es ist der arbeitsbedingte Stress. Ich konnte nicht mehr. Batterie leer.
Ich ging zu meiner Hausärztin und wurde krankgeschrieben.

Sie meinte, ich sei „nur“ überarbeitet.
Ging aber weiter nicht auf die genannten Probleme ein. Du kennst das?

Ganz ehrlich? Ich hatte genug. Ich wollte einfach nicht mehr. Gar nichts mehr.
Ich fühlte mich, als würden der Körper und der Kopf nicht mehr zusammen gehören.
Ich wäre froh gewesen, wenn ich vom Auto überfahren worden wäre. Echt. Kein Witz.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, das da viel mehr sein muss, als nur Überarbeitung.

Hier merkte ich wieder einmal, dass sie nicht der richtige Ansprechpartner bei ADHS ist.
Und genau in diesem Zustand ging ich zu meiner Neurologin.

Hast du gerade das Gefühl, ich beschreibe dich?
Dann solltest du unbedingt einen guten Neurologen und/oder Psychologen aufsuchen.
Insbesondere dann, wenn du bereits eine der beiden Diagnosen hast.

Es ist nachgewiesen, das eine Komorbidität zu einer ADHS bzw. zu einer Bipolare Störung vorliegen kann. Das bedeutet, dass diese Krankheiten jeweils für sich mit weiteren Erkrankungen auftreten können. Es wurden Differentialdiagnosen durchgeführt, welche dies beweisen. ADHS und Bipolare Störung haben viele gemeinsame Symptome.<

Hier sind gute Infos

Menschendie …….. Was ist der Unterschied zwischen bipolarer Störung und ADHS?

Diese ersetzen natürlich keinen Arztbesuch!!

Hier noch ein paar Infos zu ADHS und Bipolaren Störungen

Ähmm – Zurück zu meiner Ärztin 🙂

Meine Neurologin hat, als sie mich vom Vorgänger als Patientin übernahm, immer wieder gesagt, sie würde das Gefühl nicht los, dass ich nicht nur ADHS habe. Leider (Nein. Gott sei Dank) waren meine depressiven Phasen nicht so extrem ausgeprägt, dass ich in eine schwere Phase verfiel. Aber jetzt kam einfach alles zusammen.

Und so konnte sie die Diagnose eindeutig stellen. Zum Glück!

Ich habe neue Medikamente bekommen und muss eine ambulante Therapie gegen die Angststörungen machen.
Und, das ist das Wichtigste. Auch eine Verhaltenstherapie bei ADHS.

„Wer einsieht, dass er seine Wirklichkeit selbst konstruiert, der ist wirklich frei.
Er weiß, dass er seine Wirklichkeit jederzeit ändern kann.“
(Paul Watzlawick)

So, nun keine lange Rede mehr. Jetzt wird umgesetzt, was Watzlawick vorschlägt 😉
Ja, dachte ich mir: „Du bist nie zu alt, um eine Verhaltenstherapie zu beginnen“. Endlich!!

Ich habe nunmehr eine Psychologin für meine Bipolare Störung und Verhaltenstherapie gefunden. Eine wahrer Glückfall 😛

Sie hat vorgeschlagen, dass ich 2018 zusätzlich eine stationäre Verhaltenstherapie machen soll. Das wollte ich ja schon seit meiner Teilnahme an einer Studie bei ADHS für Erwachsene. Ging damals aber angeblich nicht!
In der Tat, das wird jetzt von der Krankenkasse übernommen!!
Gut, es gibt Kriterien, die vorausgesetzt werden. Aber die treffen ja bei mir jetzt zu.

Ich habe mir bereits eine Klinik ausgesucht, welche ADHS und Bipolare Störungen gemeinsam therapiert.
Über meine Erfahrungen werde ich in einem späteren Beitrag berichten.

Bitte um Geduld (Ha, Ha – und das sagt eine ADHSlerin), muss ja erst einmal daran teilnehmen.

 

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